Mittwoch, 17.07.2019

Reinhardt: Debatte um Arzthonorare ist eine populistische Beförderung der Neidkultur

20.08.2013 10:45

Pressemeldung des Hartmannbundes vom 20.08.2013:

Ein Berufsstand, der in Qualifikation, Einsatz und Inanspruchnahme das Rückgrat der ambulanten Versorgung bildet, braucht eine Diskussion über die angemessene Honorierung seiner Leistungen nicht zu scheuen“, kommentierte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, die aktuelle Diskussion um die Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zu den Einnahmen der Arztpraxen für das Jahr 2011. „Nach zwanzig Jahren Budgetzwang und Deckelung sind die ermittelten Zuwächse mehr als vertretbar“, so Reinhardt, „die Gehaltsstruktur eines Freiberuflers ist ohnehin nur sehr bedingt mit der von abhängig Beschäftigten zu vergleichen“. Mit einer undifferenzierten Betrachtung und Vermischung von Umsatz und Ertrag vor und nach Abzug von Sozialabgaben sei keinem Patienten geholfen.

 

Die steigende Morbidität, der medizinische Fortschritt und auch eine Zunahme der Arzt-Patienten-Kontakte werden mittel- und langfristig für weiter steigende Kosten im Gesundheitswesen sorgen. „Um die zukünftigen Herausforderungen einer qualitativ hochwertigen, wohnortnahen und flächendeckenden Versorgung zu gewährleisten und die Angebote für niederlassungswillige Nachwuchsmediziner attraktiver zu gestalten, sollten wir uns auf die wirklichen Herausforderungen in der ambulanten Versorgung konzentrieren und wird es an vielen Stellen erforderlich sein, noch weitere finanzielle Mittel bereitzustellen“, mahnte Reinhardt.

 

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